Auch während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Grenzgang weitergeführt – zuletzt im Jahr 1935. Zwar gab es staatliche Vorgaben zur Ausschmückung der Häuser mit NS-Symbolen, und eine nationalsozialistische Burschenschaft war Teil des Zuges, doch blieb das traditionelle Brauchtum weitgehend unangetastet. Abgesehen von äußerlichen Zeichen verlief das Fest ohne ideologische Einflussnahme und im gewohnten Ablauf.
Der für 1942 geplante Grenzgang konnte infolge des Zweiten Weltkriegs nicht stattfinden. Auch der darauffolgende musste aufgrund der schweren Nachkriegsjahre verschoben werden: Erst 1950 – mit einem Jahr Verspätung – konnte das Fest wieder gefeiert werden. Der nächste Grenzgang fand 1956 statt, um den traditionellen Sieben-Jahres-Rhythmus wiederherzustellen.
Das originale Festprogramm des Grenzgangs von 1935 steht auch als PDF-Dokument zum Download bereit.

